Wer diese Seite macht
Hinter dieser Übersicht steht eine kleine Redaktion, die sich mit Glücksspielregulierung befasst. Die Texte zu Lizenzen, Aufsichtsbehörden und Registern verantwortet Tilman Brockhoff, Redakteur für Glücksspielregulierung und Lizenzrecherche. Angaben zu Berufsjahren, Auszeichnungen oder Studienabschlüssen stehen hier nicht, weil solche Angaben niemand nachprüfen kann und sie über die Qualität einer einzelnen Recherche nichts aussagen.
Prüfbar ist etwas anderes, nämlich das Verfahren. Deshalb beschreibt diese Seite nicht, wie gut hier gearbeitet wird, sondern wie diese Übersicht tatsächlich zustande kam, an welchen Stellen die Recherche stehenblieb und was am Ende aus dem Text gestrichen wurde.
Wie diese Übersicht entstanden ist
Die Arbeit lief in vier Schritten ab. Zuerst wurde festgelegt, welche Anbieter überhaupt hineingehören. Dann wurde für jeden davon versucht, die Lizenzangabe bei der Stelle nachzulesen, die sie ausgestellt haben soll. Im dritten Schritt zeigte sich, wo dieser Versuch scheitert und warum. Und im vierten Schritt fiel alles heraus, was sich nach diesen Prüfungen nicht halten ließ.
Diese Reihenfolge ist der Grund, warum in den Tabellen dieser Seite Lücken stehen. Eine Lücke bedeutet, dass eine Angabe nicht bestätigt werden konnte, und nicht, dass sie vergessen wurde.
Schritt eins: die Auswahl der Anbieter
Aufgenommen wurde, wer bei den meistgelesenen deutschen Vergleichsseiten zu diesem Thema wiederholt auftaucht. Maßgeblich war also, worauf Leser ohnehin stoßen, wenn sie nach Wettanbietern ohne Lizenz suchen, und nicht, mit welchem Anbieter sich am meisten verdienen lässt. Gezählt wurde, bei wie vielen der führenden Seiten eine Marke vorkommt und an welcher Stelle sie dort steht.
Gezählt wurde dabei nicht jedes Vorkommen gleich. Eine Marke, die auf einer Seite eine eigene Besprechung mit Fließtext bekommt oder in einer Bestenliste vorn steht, wiegt schwerer als eine, die in einer Aufstellung mit mehr als zwanzig Einträgen weit unten mitläuft. Der Grund dafür ist praktisch: eine sehr lange Liste sagt vor allem etwas über die Partnerverträge der jeweiligen Seite und wenig darüber, was Leser tatsächlich vorfinden.
Ein Kandidat fiel aus dieser Runde heraus, weil er nur tief in einer solchen langen Aufstellung und auf einem hinteren Platz auftauchte, während die übrigen bei mindestens zwei Seiten prominent standen. Wer dieselbe Zählung noch einmal macht, kommt auf dieselbe Auswahl, und das ist der Sinn eines nachvollziehbaren Kriteriums. Ausdrücklich nicht eingeflossen sind die Höhe einer Provision, die Existenz eines Partnerprogramms und die Frage, wie leicht sich ein Bonus bewerben lässt.
Womit diese Seite Geld verdient
Die Verknüpfungen zu den Anbietern sind Partnerverknüpfungen. Eröffnet jemand nach einem Wechsel dort ein Konto, kann eine Provision anfallen. Für Leser entstehen dabei keine Kosten, und der Preis eines Angebots ändert sich dadurch nicht.
Wichtig ist, was diese Provision nicht kauft. Sie kauft keine Position in der Reihenfolge, denn die Reihenfolge folgt der Prüfbarkeit der Lizenzangabe und ist damit an ein Kriterium gebunden, das jeder nachrechnen kann. Sie kauft auch keine Streichung einer Passage, keinen Verzicht auf eine Lücke in der Tabelle und keine Formulierung, die eine unbelegte Angabe zu einer belegten macht.
Was ein Anbieter tun kann, ist auf einen sachlichen Fehler hinweisen. Ein solcher Hinweis wird geprüft wie jeder andere, und wenn er stimmt, wird korrigiert. Ein Hinweis darauf, dass eine zutreffende Angabe geschäftlich unpassend ist, führt zu keiner Änderung.
Was hier nicht behauptet wird
Diese Übersicht beruht auf öffentlich zugänglichen Angaben, auf Registern der Aufsichtsbehörden und auf den Bedingungen der Anbieter. Daraus folgen mehrere Grenzen, die offen benannt gehören.
Es wurden keine eigenen Konten mit echtem Geld eröffnet, keine Einzahlungen getätigt und keine Auszahlungen beantragt. Aussagen über die Dauer einer Auszahlung finden Sie deshalb hier nicht, und wo andere Seiten Minutenangaben machen, steht hier eine Leerstelle. Ebenso wird keine Zusage über die Zuverlässigkeit eines Buchmachers gegeben, denn ein Registereintrag belegt eine Aufsicht und kein Verhalten. Rechtsberatung ist diese Seite nicht, die rechtlichen Abschnitte geben den Stand der Vorschriften wieder und ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls.
Wo eine Angabe nur von einer einzigen Quelle stammt, steht das im Text. Wo sich zwei Quellen widersprechen, stehen beide Versionen, statt eine davon auszuwählen und die andere zu verschweigen.
Wenn Sie einen Fehler finden
Fehler in dieser Nische entstehen schnell, weil Anbieter Bedingungen ändern, Lizenznummern wechseln und ganze Marken den Betreiber tauschen. Eine Meldung ist deshalb willkommen, und drei Angaben machen sie brauchbar: die betroffene Passage, die Angabe, die stattdessen richtig ist, und die Stelle, an der das nachzulesen ist.
Was dann passiert, lässt sich in zwei Fälle teilen. Lässt sich die neue Angabe an der Quelle bestätigen, wird die Passage geändert. Lässt sie sich nicht bestätigen, wird die bisherige Formulierung entweder belassen oder auf den Stand zurückgenommen, der belegt ist, also gegebenenfalls auf eine Lücke. Ein Wechsel von einer unbelegten Angabe zu einer anderen unbelegten Angabe findet nicht statt.
Eine Korrektur betrifft außerdem nie nur eine Stelle. Ändert sich der Lizenzstatus eines Anbieters, ändern sich der Abschnitt zu dieser Marke, die vier Felder in ihrer Prüfübersicht, die Zeile in der Gesamttabelle und gegebenenfalls ihre Position in der Reihenfolge. Eine korrigierte Besprechung neben einer veralteten Tabellenzeile wäre schlechter als keine Korrektur, weil sie zwei Aussagen nebeneinanderstellt und den Leser entscheiden lässt, welche gilt.
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